Ferienwohnung einrichten: 5-Sterne-Bewertungen & Stammgäste

Ferienwohnung einrichten

Ich habe in den letzten Jahren gefühlt in hundert Ferienwohnungen zwischen Sylt und Usedom geschlafen – und ich sage bewusst „geschlafen“ und nicht „gut geschlafen“. Denn ich hatte beides: das Traum-Strandhaus mit Boxspringbett, Meerblick und einer Kaffeemaschine, die mich morgens fast zum Weinen gebracht hat (vor Glück). Und die Grusel-Butze, in der die Matratze eine Kuhle hatte wie ein gut eingelaufener Wanderschuh, das Handtuch die Saugkraft eines Bierdeckels und die „Gardine“ ein Hauch von Stoff war, durch den mich die Ostsee-Sonne um 4:52 Uhr geweckt hat. Rate mal, welche der beiden Unterkünfte ich wieder gebucht habe.

Genau darum geht es in diesem Text: Ferienwohnung einrichten aus Gast-Perspektive. Ich erzähle dir nicht, welche Vase gerade angesagt ist, sondern was zwischen Anreise und Abreise wirklich über deine Bewertung entscheidet. Die gute Nachricht vorweg: Eine 5-Sterne-Bewertung für deine Ferienwohnung ist kein Glücksspiel. Gäste verzeihen erstaunlich viel – schiefe Bilder, eine knarzende Tür, sogar Omas Häkeldeckchen. Was sie nicht verzeihen: schlechten Schlaf, kaltes Duschwasser und WLAN mit Wählscheiben-Tempo.

Und der Einsatz lohnt sich, denn die Nachfrage ist da: Ein Blick in die Tourismus-Statistik des Statistischen Bundesamts zeigt, dass sich die Übernachtungszahlen in Deutschland seit Jahren auf Rekordniveau bewegen – und die Küsten gehören zu den beliebtesten Regionen überhaupt. Wer jetzt, in der ruhigeren Nebensaison, renoviert und klug investiert, spielt in der nächsten Saison in einer anderen Liga. Also: Ärmel hoch, wir gehen das Ding durch.

Kurz gesagt

  • Schlaf schlägt alles: Eine gute Matratze (400–700 Euro, Härtegrad H3) plus Verdunkelung bringt mehr Sterne als jede Deko der Welt.
  • Die Basics müssen sitzen: Schnelles WLAN ab 50 Mbit/s, komplette Küche mit Kaffeemaschine, dicke Handtücher – das erwarten Gäste 2026 als Standard, nicht als Extra.
  • Budget-Reihenfolge: Bett vor Sofa vor Deko. Wer andersherum kauft, verbrennt Geld.
  • Kleine Gesten wirken groß: Willkommensgruß und regionale Tipps-Mappe kosten fast nichts und tauchen in gefühlt jeder zweiten Top-Bewertung auf.

Was Gäste 2026 wirklich erwarten

Die Erwartungen an eine Ferienwohnung Ausstattung sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Was 2015 noch als „gut ausgestattet“ durchging, ist heute unteres Mittelfeld. Drei Dinge stehen dabei ganz oben auf der Liste – und keins davon ist verhandelbar.

WLAN: Das neue fließend Wasser

Ich formuliere es mal so: Wenn dein WLAN nicht funktioniert, erfährt es die ganze Welt – und zwar über genau die Online-Bewertung, die dein Gast trotz schlechten Empfangs noch abschicken konnte. 50 Mbit/s im Download sind 2026 die absolute Untergrenze, 100 Mbit/s sind der Komfortbereich. Familien streamen abends auf drei Geräten gleichzeitig, und immer mehr Gäste verlängern ihren Urlaub um ein paar Workation-Tage im Homeoffice mit Meerblick. Mindestens so wichtig wie die Bandbreite: Empfang in allen Räumen. Ein WLAN-Repeater kostet rund 30 Euro – wahrscheinlich die günstigste Bewertungs-Versicherung, die du je abschließen wirst. Und bitte: Das Passwort gehört gut sichtbar in die Gästemappe, nicht auf einen vergilbten Zettel hinter dem Kühlschrank.

Betten, in denen man wohnen möchte

Der Satz „Wir haben geschlafen wie zu Hause“ ist in einer Bewertung Gold wert – „wie auf einer Campingliege“ eher nicht. Investiere in mittelfeste Kaltschaum- oder Taschenfederkernmatratzen mit Härtegrad H3, das passt für die meisten Körper. Rechne mit 400 bis 700 Euro pro Matratze, dazu ein waschbarer Topper für Hygiene und Liegekomfort. Bettgröße: 180 mal 200 Zentimeter im Hauptschlafzimmer sind ideal, 140er-Betten für zwei Erwachsene sind eine Kampfansage. Dazu pro Person zwei Kissen (ein festes, ein weiches) und Bettdecken in zwei Wärmestufen – an der Küste kann der August nachts erstaunlich frisch sein.

Küche und Kaffee: Herzstück statt Alibi

Eine Ferienwohnung ohne vernünftige Küche ist ein Hotelzimmer ohne Service – also das Schlechteste aus beiden Welten. Gäste wollen kochen können, nicht nur Wasser heiß machen. Das bedeutet: Geschirr und Besteck in doppelter Personenzahl, mindestens zwei wirklich scharfe Messer (stumpfe Messer sind der heimliche Bewertungskiller Nummer sieben), drei Töpfe, zwei Pfannen, Backblech, Sieb, Dosenöffner, Korkenzieher. Und dann das Thema, bei dem ich emotional werde: Kaffee. Eine funktionierende Kaffeemaschine – gern Filtermaschine plus French Press für die Feinschmecker – ist Pflicht. Ein kleines Startpaket mit Kaffee, Tee und Zucker kostet dich 5 Euro und rettet den ersten Morgen. Der erste Morgen entscheidet über die Stimmung des ganzen Aufenthalts, glaub mir.

Maritimer Stil ohne Kitsch: Weniger Anker, mehr Qualität

Jetzt wird es Geschmackssache – aber nur ein bisschen. Ich liebe maritimes Wohnen. Was ich nicht liebe: Wohnungen, die aussehen, als hätte ein Deko-Discounter eine Bombe aus Ankern, Rettungsringen, Knotentafeln und „Home is where the Meer is“-Schildern gezündet. Wenn auf jedem freien Quadratzentimeter eine Möwe aus Gips sitzt, fühlt sich niemand wohl – und Staubwischen wird zur Strafarbeit für deine Reinigungskraft.

Die elegante Formel für Küsten-Stil: helle Basis, natürliche Materialien, zwei bis drei maritime Akzente pro Raum – fertig. Wände in Weiß oder Sandtönen, Textilien in Blau, Petrol oder Beige, Holz und Leinen statt Plastik und Polyester. Ein großformatiges Foto vom örtlichen Strand wirkt stärker als zwölf kleine Deko-Anker. Noch besser: Kunst oder Fotografie von Künstlern aus deinem Ort – das gibt der Wohnung eine Geschichte, die Gäste in Bewertungen tatsächlich erwähnen. Qualität schlägt Menge, immer. Und ein schöner Nebeneffekt: Eine ruhig eingerichtete Wohnung fotografiert sich um Welten besser, dazu später mehr.

Die Basics, die Bewertungen killen

Kommen wir zur dunklen Seite. Es gibt Mängel, die aus einem eigentlich schönen Urlaub eine Zwei-Sterne-Bewertung machen. Ich habe sie alle selbst erlebt, und ich verspreche dir: Kein Gast schreibt „tolle Lage“ unter eine Bewertung, wenn er drei Nächte lang auf einer Hängematte aus Federkern geschlafen hat.

Durchgelegene Betten: Der Klassiker

Matratzen haben ein Verfallsdatum: Nach spätestens acht Jahren – bei intensiver Vermietung eher nach fünf bis sechs – ist Schluss, bei sichtbaren Kuhlen sofort. Mein Tipp aus der Grusel-Butzen-Erfahrung: Leg dich einmal pro Saison selbst für zwei Minuten in jedes Bett deiner Wohnung. Was dir unangenehm auffällt, fällt deinen Gästen dreimal so stark auf, denn die haben dafür bezahlt.

Dünne Handtücher und müde Textilien

Handtücher mit 300 Gramm pro Quadratmeter fühlen sich an wie Schmirgelpapier mit Identitätskrise. Gönn deinen Gästen 500 bis 600 Gramm pro Quadratmeter – der Unterschied kostet pro Handtuch vielleicht 8 Euro und fühlt sich nach Hotel an. Pro Person: ein Duschtuch, ein Handtuch, dazu Reserve im Schrank. Gleiche Logik bei Bettwäsche: glatte, gebügelte Baumwolle statt Mikrofaser-Feuerwerk mit Delfin-Print. Und alles, was Flecken, Löcher oder Waschmüdigkeit zeigt, fliegt raus – Textilien sind das Erste, was Gäste anfassen, und das Letzte, woran sie sich erinnern sollten.

Fehlende Verdunkelung und andere Schlafräuber

An Nord- und Ostsee geht die Sonne im Juni vor 5 Uhr auf. Ohne Verdunkelungsvorhänge oder Rollos ist dein Schlafzimmer ab dann ein Flutlichtstadion. Verdunkelungsvorhänge gibt es ab etwa 40 Euro pro Fenster – kaum eine Investition hat ein besseres Verhältnis von Kosten zu Bewertungswirkung. Denk auch an die leisen Schlafräuber: tickende Uhren im Schlafzimmer (raus damit), knallende Türen (Filzstopper, 3 Euro), fehlende Ablagen neben dem Bett. Wer guten Schlaf verkauft, bekommt gute Sterne. Unabhängige Kauftipps zu Matratzen, Möbeln und Haushaltsgeräten findest du übrigens bei der Verbraucherzentrale, die auch bei Gewährleistung und Reklamationen weiterhilft, wenn die neue Matratze doch ein Montagsmodell ist.

Zwischenfrage an alle Vermieter:innen da draußen: Was war euer bestes Ausstattungs-Upgrade – und welches war rausgeworfenes Geld? Und ihr Gäste: Was hat euch zuletzt begeistert oder entsetzt? Ab in die Kommentare, ich lese alles!

Budget-Prioritäten: Bett schlägt Sofa schlägt Deko

Wenn das Budget begrenzt ist – und das ist es praktisch immer –, brauchst du eine klare Reihenfolge. Meine Faustregel nach Jahren als Berufsgast: Investiere zuerst in das, worauf Gäste liegen, dann in das, worauf sie sitzen, und zuletzt in das, was sie nur anschauen. Konkret sieht die Prioritätenliste so aus:

Investition Kosten ca. Wirkung auf die Bewertung
Matratzen + Topper (2 Betten) 1.000–1.600 Euro Sehr hoch – Schlafqualität ist Bewertungsfaktor Nummer eins
Verdunkelung Schlafzimmer 80–200 Euro Sehr hoch – bester Preis-Wirkungs-Sieger überhaupt
WLAN-Upgrade + Repeater 50–150 Euro Sehr hoch – Ausfall wird fast immer negativ erwähnt
Hochwertige Handtücher + Bettwäsche 300–500 Euro Hoch – fühlbarer Hotel-Effekt ab der ersten Minute
Komplette Küchenausstattung 400–800 Euro Hoch – Selbstversorger merken jede Lücke sofort
Gutes Sofa / Schlafsofa 800–1.500 Euro Mittel – wichtig bei Regentagen und Familien
Smart-TV + Streaming-fähig 300–500 Euro Mittel – wird erwartet, begeistert aber selten
Deko, Bilder, Accessoires 200–400 Euro Niedrig bis mittel – wirkt vor allem auf den Fotos

Du siehst das Muster: Die drei wirkungsvollsten Posten zusammen kosten weniger als ein einziges Designer-Sofa. Wenn du eine objektive Messlatte für deine gesamte Ausstattung suchst, lohnt ein Blick auf die Sterne-Klassifizierung des Deutschen Tourismusverbands: Die DTV Klassifizierung bewertet Ferienunterkünfte mit einem bis fünf Sternen nach einem Katalog mit weit über 100 Kriterien – von der Matratzenqualität über die Küchenausstattung bis zur Beleuchtung. Selbst wenn du dich (noch) nicht klassifizieren lässt, ist der Kriterienkatalog die beste kostenlose Einrichtungs-Checkliste, die ich kenne. Viele Vermieter berichten, dass sie erst beim Durchgehen gemerkt haben, was in ihrer Wohnung alles fehlte – vom Ersatz-Duschvorhang bis zur Leseleuchte am Bett.

Apropos Budget: Was du bei der Einrichtung investierst, solltest du nicht an anderer Stelle für hohe Portal-Provisionen wieder verbrennen. Wie du deine Wohnung ohne Provision vermarktest, habe ich dir im Beitrag über das Vermieten ohne Provision und die echten Portalkosten aufgeschlüsselt – Pflichtlektüre vor der nächsten Preiskalkulation.

Familien- und Hunde-Ausstattung: Die unterschätzten Buchungs-Booster

Hier liegt für viele Vermieter das meiste ungenutzte Potenzial. Zwei Zielgruppen buchen besonders treu, bleiben besonders lange und kommen besonders gern wieder: Familien mit kleinen Kindern und Menschen mit Hund. Beide filtern bei der Suche knallhart nach Ausstattung – wer die Häkchen nicht setzen kann, existiert für sie schlicht nicht.

Familien: Einmal ausstatten, jahrelang profitieren

Die Grundausstattung ist überschaubar: ein stabiles Reisebett oder Gitterbett, ein Hochstuhl, ein Treppenschutzgitter (falls relevant), Steckdosensicherungen, ein Badewannensitz oder eine rutschfeste Matte, Kindergeschirr aus Plastik und eine Kiste mit Spielen, Puzzles und Büchern für Regentage. Gesamtkosten: rund 300 bis 400 Euro, einmalig. Dafür erschließt du dir eine Zielgruppe, die außerhalb der Schulferien flexibel ist, in der Nebensaison bucht und bei Zufriedenheit jedes Jahr wiederkommt – Stammgäste im Abo, quasi. Erwähne die komplette Baby- und Kinderausstattung explizit im Inserat, das ist für suchende Eltern ein echtes Entscheidungskriterium.

Hunde: Willkommen statt nur geduldet

Es gibt einen Unterschied zwischen „Hunde erlaubt“ und „Hunde willkommen“ – und Hundemenschen spüren ihn sofort. Zwei Näpfe, eine waschbare Hundedecke, ein altes Handtuch für nasse Pfoten an der Tür, eine Info zur nächsten Hundewiese und zum nächstgelegenen Hundestrand: Das kostet dich keine 40 Euro und macht aus einer Buchung eine Beziehung. An Nord- und Ostsee gibt es ausgewiesene Hundestrände in fast jedem Ort – pack die drei nächstgelegenen in deine Gästemappe. Ein kleines Willkommens-Leckerli mit Namensschild? Übertrieben? Vielleicht. Aber genau solche Details landen wortwörtlich in der 5-Sterne-Bewertung deiner Ferienwohnung.

Fotos, die buchen lassen: Licht, Ordnung, Ehrlichkeit

Die schönste Einrichtung nützt nichts, wenn deine Ferienwohnung Fotos aussehen wie Beweismaterial aus einer Wohnungsauflösung. Fotos sind der Moment, in dem sich entscheidet, ob jemand klickt oder scrollt – und die gute Nachricht: Du brauchst dafür keine Profi-Kamera, sondern drei Prinzipien.

Erstens: Licht. Fotografiere tagsüber bei bewölktem Himmel oder in der goldenen Stunde am späten Nachmittag, alle Vorhänge auf, alle Lampen an. Direktes Mittagslicht macht harte Schatten, Blitzlicht macht Tatort-Atmosphäre. Zweitens: Aufräumen wie für den Schwiegermutter-Besuch. Keine Putzmittel im Bild, keine Kabel, keine Wischmopp-Silhouette im Spiegel (alles schon gesehen, alles echt). Betten glatt ziehen, Kissen aufschütteln, eine Kaffeetasse und ein Buch als Lebenszeichen dekorieren – mehr Inszenierung braucht es nicht. Drittens: Weitwinkel-Ehrlichkeit. Ein leichtes Weitwinkel zeigt den Raum, ein extremes Weitwinkel verwandelt deine 45-Quadratmeter-Wohnung optisch in ein Loft – und produziert Enttäuschung beim Check-in. Enttäuschte Erwartungen sind der direkteste Weg zur schlechten Bewertung, auch wenn objektiv alles in Ordnung ist. Zeig die Wohnung so, wie sie ist, nur eben von ihrer besten Seite. 15 bis 25 Fotos sind ein guter Umfang: jeder Raum, Außenansicht, Balkon oder Terrasse, dazu zwei bis drei Detailaufnahmen und – falls vorhanden – der Blick aufs Wasser als Eröffnungsbild.
Das ist der Kurzdurchlauf – wie du Titelbild, Bildreihenfolge, Licht und Technik im Detail angehst und was rechtlich gilt, steht in unserem Foto-Leitfaden für Inserate.

Kleine Gesten, große Wirkung – und die Pflichten nicht vergessen

Der Willkommensgruß, über den alle schreiben

Ich habe es hundertfach in Bewertungen gelesen und selbst oft genug erlebt: Eine Flasche regionaler Saft, ein Sanddorn-Aufstrich, zwei Brötchen für den ersten Morgen oder eine handgeschriebene Karte – Kostenpunkt 5 bis 10 Euro – erzeugen mehr Begeisterung als ein 800-Euro-Fernseher. Warum? Weil Gäste sich gesehen fühlen. Dazu gehört auch die regionale Tipps-Mappe: dein Lieblingsbäcker, das Fischbrötchen, für das man ansteht, der Strandabschnitt, den nur Einheimische kennen, Ebbe-und-Flut-Wissen für Nordsee-Neulinge, Schlechtwetter-Ideen mit Kindern. Das kann keine Buchungsplattform der Welt liefern – du schon. Genau aus solchen Mappen entstehen Stammgäste.

Rechtliche Basics: Kurz, aber nicht optional

Zwei Dinge musst du sauber geregelt haben, bevor der erste Gast kommt. Erstens die Rauchmelder: In allen 16 Bundesländern sind Rauchmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluchtwegen Pflicht – als Vermieter bist du für Einbau und in der Regel auch für die Betriebsbereitschaft verantwortlich. Alle Details zur Pflicht in deinem Bundesland findest du bei der Initiative Rauchmelder retten Leben. Zweitens die Kurabgabe: In den meisten Küstenorten führst du als Vermieter die Kurabgabe deiner Gäste ab – je nach Ort und Saison meist zwischen 1 und 4 Euro pro Person und Nacht – und händigst die Kurkarte aus. Kläre den Ablauf mit deiner Gemeinde und erkläre ihn in der Gästemappe, denn eine fehlende Kurkarte am Strandkorb sorgt für genau die Art Urlaubsärger, die hinterher in deiner Bewertung landet.

Häufige Fragen zur Ferienwohnungs-Einrichtung

Wie viel kostet es, eine Ferienwohnung komplett neu einzurichten?

Für eine Zwei-Zimmer-Ferienwohnung solltest du realistisch 8.000 bis 15.000 Euro einplanen, wenn du solide Qualität kaufst. Die größten Posten sind Betten, Sofa, Küche und Elektrogeräte. Wer klug priorisiert, also zuerst in Schlafkomfort investiert und bei reiner Deko spart, kommt oft mit 10.000 Euro zu einem Ergebnis, das Gäste begeistert.

Welche Matratze ist für eine Ferienwohnung die richtige?

Eine mittelfeste Kaltschaum- oder Taschenfederkernmatratze mit Härtegrad H3 passt für die meisten Gäste. Plane 400 bis 700 Euro pro Matratze ein und ergänze einen waschbaren Topper, der das Liegegefühl angleicht und die Matratze schützt. Nach spätestens acht Jahren oder bei sichtbaren Kuhlen wird getauscht, ohne Diskussion.

Brauche ich eine DTV-Klassifizierung für meine Ferienwohnung?

Pflicht ist die DTV Klassifizierung nicht, aber sie lohnt sich doppelt: Die offiziellen Sterne von einem bis fünf schaffen Vertrauen bei Gästen, und der Kriterienkatalog ist eine hervorragende Checkliste für deine Einrichtung. Viele Vermieter entdecken beim Durchgehen der Kriterien Lücken in der Ausstattung, die ihnen vorher nie aufgefallen sind.

Was gehört in eine komplette Küchenausstattung für Gäste?

Mindestens: Geschirr, Gläser und Besteck in doppelter Personenzahl, zwei scharfe Messer, Schneidebretter, drei Töpfe, zwei Pfannen, Backblech, Sieb, Dosenöffner, Korkenzieher, Kaffeemaschine, Wasserkocher und Toaster. Dazu Grundausstattung wie Salz, Pfeffer, Öl, Spülmittel und Müllbeutel. Eine Spülmaschine ist ab zwei Personen kein Luxus mehr, sondern Erwartung.

Wie schnell muss das WLAN in einer Ferienwohnung sein?

Als Untergrenze gelten heute 50 Mbit/s im Download, komfortabel sind 100 Mbit/s und mehr, vor allem wenn Familien mit mehreren Geräten streamen oder Gäste im Homeoffice arbeiten. Wichtiger als die reine Zahl ist stabiler Empfang in allen Räumen. Ein Repeater kostet rund 30 Euro und rettet dir die Bewertung.

Fazit

Ferienwohnung vermieten Tipps gibt es viele – aber am Ende läuft alles auf eine simple Wahrheit hinaus: Deine Gäste bewerten nicht deine Deko, sondern ihr Erlebnis. Gut geschlafen, gut geduscht, gut gefrühstückt, schnelles Netz, ehrliche Fotos und das Gefühl, willkommen zu sein – das ist die ganze Formel für die 5-Sterne-Bewertung. Investiere in dieser Reihenfolge: Bett, Bad-Textilien, Verdunkelung, WLAN, Küche, dann erst der Rest. Nutze die Nebensaison ab September für die Umsetzung, hol dir den DTV-Kriterienkatalog als Checkliste und übertreibe es nicht mit den Ankern – dein zukünftiges Bewertungsprofil wird es dir danken. Und wenn die Wohnung dann glänzt: Auf fewo-nordostsee.de kannst du sie im Premium-Abo provisionsfrei inserieren, damit die neue Einrichtung sich auch wirklich für dich rechnet und nicht für ein Portal. Jetzt bist du dran: Welches Upgrade hat deiner Wohnung die besten Bewertungen gebracht – und welche Ausstattungs-Katastrophe hast du als Gast erlebt? Schreib es in die Kommentare, ich freue mich auf eure Geschichten!

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Was in Ihrem Ort gilt

Kurabgabe oder Gästebeitrag, Meldefristen und Haftung regelt jede Gemeinde selbst – und die Unterschiede sind größer, als man denkt. Die Sätze reichen von 2,00 € bis 5,50 € je Gast und Tag. Für diese Orte haben wir die Satzung im Original gelesen:

Schleswig-Holstein

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Angegeben ist der Tagessatz je Gast in der Hauptsaison; wo die Satzung keine Saison kennt, gilt er ganzjährig. Was das für Ihre Abrechnung, Ihre Meldefristen und Ihre Haftung bedeutet, steht auf der Seite des jeweiligen Ortes.

FeWo-NordOstsee Redaktion

Die Redaktion von FeWo-NordOstsee.de – regionale Küsten- und Reiseexperten für die deutsche Nord- und Ostseeküste. Wir schreiben aus eigener Ortskenntnis über Urlaubsorte, Strände, Ausflugsziele und praktische Reisetipps zwischen Sylt und Usedom.

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