Kurz gesagt: Das Ozeaneum auf Stralsunds Hafeninsel ist mit rund 594.000 Gästen pro Jahr einer der beliebtesten Aquarien-Besuche an der Ostsee. Erwachsene zahlen 20 Euro, Kinder von 4 bis 16 Jahren 12 Euro. Highlights sind das 2,6-Millionen-Liter-Becken, die 26 Meter lange Blauwal-Attrappe und zehn Humboldtpinguine auf dem Dach.
Was ist das Ozeaneum Stralsund überhaupt?
Stell dir ein knallweißes Gebäude vor, das aussieht, als hätte jemand vier riesige Kieselsteine an den Hafen geworfen – genau das ist das Ozeaneum. Es wurde am 11. Juli 2008 eröffnet, stammt vom Büro Behnisch Architekten und ist Teil der Stiftung Deutsches Meeresmuseum. Schon 2010 räumte es den Titel „Europäisches Museum des Jahres” ab, und bis September 2022 haben über 8 Millionen Menschen die Türen durchschritten. Für ein Museum an der deutschen Ostseeküste ist das eine echte Ansage. Viele Hintergründe zu Architektur und Becken bündelt der Wikipedia-Artikel zum Ozeaneum.
Das Ozeaneum ist kein verstaubtes Museum mit Schaukästen, sondern ein modernes Erlebnis-Aquarium, das dir die nördlichen Meere zeigt – von der Ostsee über die Nordsee bis in den offenen Atlantik und die Polarregionen. Auf mehreren Etagen kombiniert es echte Aquarien mit riesigen Ausstellungen. Das größte Schaubecken „Offener Atlantik” fasst allein 2,6 Millionen Liter Wasser und misst 17 Meter im Durchmesser bei 9 Metern Höhe. Insgesamt schwappen in den Anlagen rund 4.000 Kubikmeter Wasser, plus weitere 6.000 Kubikmeter in Reserve.
Das Beste: Das Ozeaneum liegt mitten in Stralsund, direkt am Hafen und nur einen Katzensprung von der historischen Altstadt entfernt. Wer eine Ferienunterkunft in Stralsund bucht, hat das Museum oft in wenigen Gehminuten erreicht – ideal für einen spontanen Regentag-Plan, wenn die Ostsee mal zickt.
Was kostet der Eintritt ins Ozeaneum 2026?
Reden wir über Geld, bevor du an der Kasse aus allen Wolken fällst. Die aktuellen Tagestickets liegen bei 20 Euro für Erwachsene, 16 Euro ermäßigt (Studierende, Azubis) und 12 Euro für Kinder von 4 bis 16 Jahren. Kinder bis einschließlich 3 Jahre kommen kostenlos rein – die interessieren sich sowieso mehr für die Rolltreppe als für den Blauwal. Wenn ein Kind (4–16 Jahre) in Begleitung eines erwachsenen Familienmitglieds kommt, gibt es 1 Euro Rabatt pro Person, für bis zu zwei zahlende Erwachsene.
Richtig clever wird es mit dem Kombiticket: Für 35 Euro (Erwachsene), 27 Euro (ermäßigt) oder 17 Euro (Kinder) besuchst du gleich drei Standorte der Stiftung – Ozeaneum, Meeresmuseum in der Altstadt und das Nautineum bzw. Nateum. Das Ticket ist ab Kauf 3 Monate gültig, und du musst nicht alles am selben Tag schaffen. Bei einem längeren Ostsee-Urlaub rechnet sich das schnell.
| Ticket-Kategorie |
Ozeaneum (Tageskarte) |
Kombiticket (3 Standorte) |
| Erwachsene |
20,00 € |
35,00 € |
| Ermäßigt (Studierende, Azubis) |
16,00 € |
27,00 € |
| Kinder (4–16 Jahre) |
12,00 € |
17,00 € |
| Kinder (0–3 Jahre) |
frei |
frei |
Mein Tipp: Buche dein Zeitfenster-Ticket vorab online über das offizielle Ticketsystem des Ozeaneums. Online-Käufer haben einen separaten Einlass und sparen sich an vollen Tagen – etwa in den Sommerferien oder bei Regen – die Warteschlange an der Kasse. Die Tageskasse schließt übrigens 60 Minuten vor Museumsschluss, also plane deinen Eintritt nicht auf die letzte Minute.
Wann hat das Ozeaneum geöffnet?
Das Ozeaneum hat an 363 Tagen im Jahr geöffnet – nur der 24. Dezember bleibt geschlossen, und am 31. Dezember ist um 15 Uhr Schluss. Von September bis Juni kannst du täglich von 9:30 bis 18 Uhr rein. In den Sommermonaten Juli und August wird die Öffnungszeit auf 9:30 bis 20 Uhr verlängert – perfekt, wenn du erst nach einem Strandtag am Abend vorbeischauen willst.
Weil die Tageskasse 60 Minuten vor Schließung dichtmacht, solltest du im Winterhalbjahr spätestens gegen 17 Uhr da sein. Für einen entspannten Rundgang empfehle ich dir aber ohnehin den Vormittag: Zwischen 9:30 und 11 Uhr ist es am ruhigsten, und du erwischst gleich die erste Aquarien-Fütterung. Große Reisegruppen und Schulklassen rollen meist erst später an.
Welche Highlights darf ich nicht verpassen?
Kommen wir zum spaßigen Teil – den Attraktionen, für die du eigentlich kommst. Das Ozeaneum verteilt seine Highlights über mehrere Etagen, und du solltest dir für keins die Zeit klauen lassen. Hier die Kurzübersicht, damit du weißt, was dich wo erwartet.
| Highlight |
Was dich erwartet |
Fakt |
| „1:1 Riesen der Meere” |
Lebensgroße Walmodelle in einer abgedunkelten Halle |
Blauwal 26 m lang |
| Offener Atlantik |
Größtes Schaubecken mit Schwarmfischen |
2,6 Mio. Liter |
| Humboldtpinguine |
Freianlage auf dem Dach mit Unterwasserblick |
10 Pinguine, 120.000 Liter |
| Ostsee- & Nordsee-Aquarien |
Heimische Unterwasserwelten zum Anfassen |
Fütterung 11 & 13:30 Uhr |
Die Walhalle „1:1 Riesen der Meere”
Wenn du nur eine Sache im Ozeaneum machst, dann diese: Leg dich in der abgedunkelten Walhalle auf eine der Liegen und schau nach oben. Über dir schweben lebensgroße Modelle der größten Meeressäuger, gebaut in Kooperation mit Greenpeace. Der Star ist ein 26 Meter langer Blauwal – so lang wie drei Reisebusse hintereinander. Dazu gesellen sich ein 16 Meter langes Buckelwal-Weibchen mit fünf Meter großem Kalb, ein 10 Meter langer Orca und ein 15 Meter langer Pottwal, der sich gerade einen Riesenkalmar schnappt.
Zu Walgesang und blauem Licht wirkt die Halle fast wie eine Kirche der Meere. Kinder liegen hier oft minutenlang still (ein kleines Wunder, ich weiß) und Erwachsene bekommen ein Gefühl dafür, wie winzig wir gegenüber diesen Giganten sind. Diese Ausstellung allein ist die Anreise nach Stralsund wert.
Die Humboldtpinguine auf dem Dach
Ganz oben, mit Blick über den Strelasund, wartet der heimliche Publikumsliebling: die Pinguin-Freianlage, die 2010 eröffnet wurde. Hier watscheln zehn Humboldtpinguine über eine naturnah gestaltete Felslandschaft. Durch eine Scheibe kannst du sie in ihrem 120.000 Liter fassenden Unterwasserbecken beim Abtauchen beobachten – und glaub mir, unter Wasser sind die tapsigen Vögel plötzlich elegante Torpedos. Nachwuchs gab es zuletzt 2023 und 2025, also stehen die Chancen gut, dass du flauschige Küken zu sehen bekommst.
Absolutes Muss: die kommentierte Pinguin-Fütterung, die täglich um 14 Uhr auf der Dachterrasse stattfindet. Ein Tierpfleger erzählt dabei allerhand Wissenswertes, während die Pinguine um jeden Fisch betteln. Sei ein paar Minuten vorher da, denn gute Plätze am Geländer sind heiß begehrt.
Aquarien und Fütterungen
Zwischen Walhalle und Pinguindach führt dich das Ozeaneum durch die Ostsee-, Nordsee- und Atlantik-Aquarien. Höhepunkt ist der „Offene Atlantik” mit seinen 2,6 Millionen Litern, in dem Schwärme silbriger Fische ihre Runden drehen. Die kommentierten Fütterungen mit Taucher im Becken sind Live-Kino für die ganze Familie – die aktuellen Fütterungszeiten findest du hier. Notier sie dir am besten direkt bei der Ankunft.
Wie lange dauert ein Besuch im Ozeaneum?
Plane mindestens 2 bis 3 Stunden ein – und das ist wirklich das Minimum. Wer mit Kindern kommt, an jeder Mitmach-Station stehenbleibt, die Fütterungen mitnimmt und in der Walhalle ein Nickerchen einlegt, verbringt locker einen halben Tag hier. Die gute Nachricht: Alle Ausstellungen und Aquarien sind über Aufzüge barrierefrei erreichbar, sodass auch Kinderwagen und Rollstühle problemlos durchkommen.
Für die Pause gibt es im Haus das Restaurant PAUSCH in der ersten Etage – wichtig zu wissen, denn während des Rundgangs ist Essen nicht erlaubt. Kostenloses WLAN bekommst du ebenfalls, praktisch für die Museums-App. Wenn du deinen Besuch clever timst, kombinierst du die 11-Uhr-Aquarienfütterung, einen Mittagssnack und die 14-Uhr-Pinguinfütterung zu einem runden Programm ohne Leerlauf.
Lohnt sich das Ozeaneum mit Kindern?
Kurz: absolut. Das Ozeaneum gehört zu den familienfreundlichsten Museen an der ganzen Ostseeküste. Neben dem 12-Euro-Kinderticket (mit 1 Euro Familienrabatt) gibt es einen eigenen Bereich „Meer für Kinder” mit Hands-on-Stationen zum Anfassen, Ausprobieren und Staunen. Still- und Wickelräume sind vorhanden, und die Wege sind komplett kinderwagentauglich.
Damit der Ausflug entspannt bleibt, hier meine drei Eltern-Hacks: Erstens, komm früh (9:30 Uhr) – ausgeschlafene Kinder in leeren Hallen sind Gold wert. Zweitens, arbeitet euch von oben nach unten oder umgekehrt konsequent durch, damit niemand quengelt, dass man „den Wal noch nicht” gesehen hat. Drittens, die 14-Uhr-Pinguinfütterung als krönenden Abschluss aufheben – danach sind alle glücklich und reif für ein Eis am Hafen. Für Familien, die Stralsund und die Insel Rügen zusammen erkunden, findest du passende Ferienwohnungen für die Region Stralsund und Rügen mit genug Platz für die ganze Bande.
Sollte ich das Meeresmuseum gleich mitnehmen?
Wenn du eh das Kombiticket ziehst, lautet die Antwort: ja, unbedingt. Das Meeresmuseum liegt in der Stralsunder Altstadt am Katharinenberg 14–20, rund 15 Gehminuten vom Ozeaneum entfernt in einem alten Klostergebäude. Es ist der historische Ursprung der Stiftung und ergänzt das moderne Ozeaneum um Themen wie tropische Meere, Meeresforschung und Fischerei. Mit dem Kombiticket (35 Euro für Erwachsene) sparst du gegenüber zwei Einzeltickets bares Geld, und du hast dank 3-Monats-Gültigkeit alle Zeit der Welt.
Mein Rat: Mach das Ozeaneum und das Meeresmuseum nicht am selben Tag, wenn Kinder dabei sind – zwei geballte Museumsdosen an einem Tag sind selbst für Erwachsene viel. Verteile es lieber auf zwei Urlaubstage und schiebe dazwischen einen Bummel durch die UNESCO-Welterbe-Altstadt oder einen Strandtag ein.
Wie komme ich hin und wo parke ich?
Das Ozeaneum steht auf der Hafeninsel; der Besuchereingang liegt an der Hafenstraße 11, 18439 Stralsund. Von der Altstadt und dem Hauptbahnhof erreichst du es gut zu Fuß oder mit dem Bus. Wer mit dem Auto anreist, sollte wissen: Direkt am Museum ist der Parkraum knapp. Ausgewiesen sind nur 2 barrierefreie Stellplätze in der Neuen Badenstraße, 10 Plätze im Parkhaus „Am OZEANEUM” und 6 Plätze am Parkplatz „Am Hafen”.
Weil das an vollen Tagen schnell eng wird, parkst du besser auf einem der größeren Parkplätze am Hafen oder am Rand der Altstadt und gehst die letzten Meter zu Fuß – der Weg über die historische Hafeninsel ist ohnehin ein Erlebnis. Infos zu Parkplätzen, Bushaltestellen und weiteren Sehenswürdigkeiten bündelt die offizielle Tourismuszentrale der Hansestadt Stralsund. Und wenn du gleich ein paar Urlaubstage dranhängst: Eine Ferienunterkunft direkt in Stralsund spart dir die tägliche Parkplatzsuche komplett.
Fazit: Warum das Ozeaneum auf deine Ostsee-Liste gehört
Ob Regentag-Rettung oder geplantes Highlight – das Ozeaneum Stralsund liefert für 20 Euro Eintritt (12 Euro für Kinder) ein Erlebnis, das von der 26-Meter-Walhalle bis zu den watschelnden Dachpinguinen reicht. Rechne mit mindestens 2 bis 3 Stunden, buche vorab online und plane die 14-Uhr-Pinguinfütterung fest ein. Mit dem Kombiticket für 35 Euro nimmst du gleich das Meeresmuseum mit und machst aus dem Ausflug zwei entspannte Tage.
Warst du schon im Ozeaneum? Welches Highlight hat dich am meisten umgehauen – die Blauwal-Halle oder die Pinguine? Und hast du einen Geheimtipp fürs Parken am Hafen? Ab damit in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!
Häufige Fragen
Was kostet der Eintritt ins Ozeaneum Stralsund?
Ein Tagesticket kostet 2026 für Erwachsene 20 Euro, ermäßigt 16 Euro und für Kinder von 4 bis 16 Jahren 12 Euro. Kinder bis 3 Jahre haben freien Eintritt. Das Kombiticket für drei Standorte kostet 35 Euro (Erwachsene) und ist 3 Monate gültig.
Wann hat das Ozeaneum geöffnet?
Das Ozeaneum ist täglich von 9:30 bis 18 Uhr geöffnet, in den Sommermonaten Juli und August sogar bis 20 Uhr. Nur am 24. Dezember bleibt es geschlossen; am 31. Dezember schließt es bereits um 15 Uhr. Die Tageskasse macht 60 Minuten vor Schluss dicht.
Wie lange dauert ein Besuch im Ozeaneum?
Plane mindestens 2 bis 3 Stunden ein. Mit Kindern, Fütterungen und Pausen wird daraus schnell ein halber Tag. Alle Etagen sind über Aufzüge barrierefrei erreichbar, sodass auch Kinderwagen und Rollstühle problemlos durchkommen.
Wann werden die Pinguine im Ozeaneum gefüttert?
Die kommentierte Fütterung der zehn Humboldtpinguine findet täglich um 14 Uhr auf der Dachterrasse statt. Sei ein paar Minuten vorher da, denn gute Plätze am Geländer sind schnell vergeben. Aquarien-Fütterungen gibt es zusätzlich meist um 11 und 13:30 Uhr.
Was ist die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere”?
In einer abgedunkelten Halle schweben lebensgroße Walmodelle über dir, darunter ein 26 Meter langer Blauwal, ein 16-Meter-Buckelwal mit 5-Meter-Kalb, ein 10-Meter-Orca und ein 15-Meter-Pottwal. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit Greenpeace und gilt als Publikumsmagnet des Ozeaneums.
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