Das Moormuseum Moordorf ist ein Freilichtmuseum und bezeichnet sich selbst als „Museum der Armut“ – rund 20 km von Greetsiel entfernt.
Geheimtipp Familienliebling Saisonal
Johnny: „Reetgedeckte Moorkaten auf dem Freigelände des Moormuseums Moordorf in Südbrookmerland.“Das Moormuseum Moordorf ist ein Freilichtmuseum und bezeichnet sich selbst als „Museum der Armut“. Erzählt wird die rund 200-jährige Entwicklungsgeschichte einer ostfriesischen Moorkolonie: Die Besiedlung begann 1767, nachdem Friedrich II. zwei Jahre zuvor das Urbarmachungsedikt erlassen hatte und das Land zwischen Walle und Victorbur kultiviert werden sollte. Nach eigener Angabe gehört das Haus zu den meistbesuchten Museen Ostfrieslands.
Auf dem Gelände stehen stilecht nachgebaute Lehmhütten, dazu ein Torfstich mit den Geräten des Torfabbaus und eine Sammlung alter Haushaltsgegenstände; in der Ausstellungshalle laufen wechselnde Sonderausstellungen. Zwei Filme von je rund zehn Minuten ordnen das Gesehene ein, einer davon erzählt für Kinder von einer Kindheit in Moordorf um 1920. Ein Bohlenweg führt durch das Hochmoor zu einer Aussichtsplattform. Zur Anlage gehören die Teestube „Torfhuus“, ein Museumsshop und eine E-Bike-Station.
Geöffnet ist vom 20. März bis 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr, Einlass bis 17 Uhr; von November bis Mitte März bleibt das Museum geschlossen, Gruppen können aber anfragen. Erwachsene zahlen 7 Euro, Jugendliche von 6 bis 15 Jahren 4,50 Euro, Kinder unter sechs Jahren kommen frei hinein, die Familienkarte kostet 18 Euro (Preisstand 1. Januar 2026). Im Juli und August führen Mitarbeiter dienstags und donnerstags um 11.15 Uhr auch Einzelgäste ohne Anmeldung über das Gelände.
Nach Darstellung des Museums zählte Moordorf um 1808 zu den ärmsten und zugleich kinderreichsten Dörfern Deutschlands: Die Parzellen waren zu klein, der erste Entwässerungskanal entstand erst nach über hundert Jahren, viele Kolonisten konnten ihre Erbpacht nicht zahlen. Nach etwa hundert Jahren lebten über 130 Familien im Ort. Für Schulklassen und Kindergärten gibt es Projekttage, im Juli und August zusätzlich zweimal monatlich Aktionstage.
Was diesen Ort ausmacht: Das Museum erzählt keine Erfolgsgeschichte, sondern die Armutsgeschichte einer Moorkolonie – nachgebaute Lehmhütten und Torfstich zeigen, wie die Kolonisten tatsächlich lebten und arbeiteten.
| Öffnungszeiten | 20. März bis 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr, Einlass bis 17 Uhr. Vom 1. November bis 19. März geschlossen, Gruppenbesuche auf Anfrage. Führungen für Einzelgäste ohne Anmeldung im Juli und August dienstags und donnerstags um 11.15 Uhr. |
|---|---|
| Saison | 20. März bis 31. Oktober; von November bis Mitte März geschlossen, Gruppen nach Anfrage. Führungen für Einzelgäste ohne Anmeldung nur im Juli und August. |
| Adresse | Victorburer Moor 7a, 26624 Südbrookmerland |
| Anfahrt | Fürs Navigationsgerät nennt das Museum eine eigene Adresse: Grenzstraße 8a führt zum Parkplatz. Am Museum gibt es außerdem einen kostenfreien Hundeparkplatz und eine E-Bike-Station. |
| Preise |
Preisstand 1. Januar 2026: Erwachsene ab 16 Jahren 7 Euro, mit Schwerbehindertenausweis 6,50 Euro, Begleitpersonen mit Merkzeichen B frei, Jugendliche von 6 bis 15 Jahren 4,50 Euro, Kinder unter sechs Jahren frei, Familienkarte (zwei Erwachsene mit Kindern unter 16 Jahren) 18 Euro. Alle Preise anzeigenPreisstand 1. Januar 2026: Erwachsene ab 16 Jahren 7 Euro, mit Schwerbehindertenausweis 6,50 Euro, Begleitpersonen mit Merkzeichen B frei, Jugendliche von 6 bis 15 Jahren 4,50 Euro, Kinder unter sechs Jahren frei, Familienkarte (zwei Erwachsene mit Kindern unter 16 Jahren) 18 Euro. Gruppen ab 15 Personen 6,50 Euro pro Person. Führungen im Juli und August ohne Anmeldung: Erwachsene 5 Euro, Kinder von 6 bis 15 Jahren 3 Euro; gebuchte Gästeführung bis 25 Personen 50 Euro. Schulklassen 4 Euro pro Schüler, Kindergärten 2,50 Euro pro Kind, Gästeführung dazu 40 Euro, Projekte 20 Euro je Stunde. |
Praxis-Tipp: Die Postanschrift und die Navi-Adresse unterscheiden sich: Wer Victorburer Moor 7a eingibt, landet nicht am Parkplatz – das Museum gibt dafür Grenzstraße 8a an.
2 Unterkünfte in Greetsiel ansehen| Ausflugsziel | Moormuseum Moordorf |
|---|---|
| Art | Freilichtmuseum |
| Lage | Südbrookmerland – ca. 20 km ab Greetsiel · ca. 27 km ab Baltrum |
| Saison | Saisonal |
| Region | Ostfriesland & Ostfriesische Inseln |
| Website | moormuseum-moordorf.de |
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| Prädikat | Fischerdorf & staatl. anerkannter Erholungsort |
|---|---|
| Strand | kein klassischer Badestrand – Kutterhafen am Wattenmeer |
| Beste Reisezeit | April–Oktober, Hauptsaison im Sommer |
| Anreise | rund 270 km ab Hamburg (A28/A31) bis Emden, weiter Krummhörn · Bahn bis Emden + Bus · mit dem Auto erreichbar |
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