Binz auf Rügen: Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Unterkünfte in Binz auf Rügen (Ostsee) – Ferienwohnungen & Ferienhäuser bei FeWo-NordOstsee

Es gibt Orte, die tun so, als wären sie mondän – und dann gibt es Binz, das es einfach ist, ohne dabei die Nase zu rümpfen. Das größte Seebad der Insel Rügen ist so ein Kandidat, bei dem du am liebsten sofort einen Cappuccino auf der Promenade bestellst und den Alltag im Koffer lässt. Schneeweiße Bäderarchitektur, eine Seebrücke, die 370 Meter weit ins Türkis zeigt, und ein Sandstrand, der breit genug ist für deine kühnsten Sandburg-Ambitionen: Binz ist die elegante große Schwester unter Rügens Seebädern – und trotzdem herrlich unkompliziert.

In diesem Guide nehme ich dich mit zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen in und um Binz, und zwar ehrlich, praktisch und mit einem kleinen Augenzwinkern. Wir schauen uns an, was sich im Frühling, Sommer, Herbst und Winter am meisten lohnt, wohin du bei Regen flüchtest, ohne Trübsal zu blasen, und was für Familien, Paare oder dich als Solo-Reisende wirklich passt. Wenn du zwischendurch offizielle Öffnungszeiten oder aktuelle Veranstaltungen brauchst, wirf einen Blick auf die offizielle Seite des Ostseebades Binz – die ist erstaunlich gut gepflegt. Und jetzt: Schuhe aus, Sand zwischen die Zehen, los geht’s.

Kurz gesagt: Binz auf einen Blick

  • Wahrzeichen: die 370 Meter lange Seebrücke und die schneeweiße Bäderarchitektur der Wilhelmstraße.
  • Bestes Ausflugsziel: die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund – spektakulär zu jeder Jahreszeit.
  • Für Familien: flach abfallender, feiner Sandstrand, Strandkörbe, Spielplätze und kurze Wege.
  • Bei Regen: Wellness, Kurhaus-Flair, das Jagdschloss Granitz und ein Abstecher ins Ozeaneum Stralsund.
  • Anreise: bequem mit der Bahn bis Binz oder mit dem Rasenden Roland – das Auto darf oft stehen bleiben.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Binz

Binz macht es dir leicht: Die wichtigsten Highlights liegen so nah beieinander, dass du sie bequem zu Fuß erkundest. Zieh dir bequeme Schuhe an, plane genug Zeit für spontane Eiscreme-Stopps ein und lass dich einfach die Promenade entlangtreiben. Diese vier Sehenswürdigkeiten solltest du dabei auf keinen Fall verpassen.

Die Seebrücke und die Strandpromenade

Die Seebrücke ist das Herzstück von Binz und der wahrscheinlich meistfotografierte Ort der Insel. 370 Meter schiebt sie sich in die Ostsee hinaus, an ihrem Kopf schaukeln Ausflugsschiffe, und wenn die Sonne tief steht, färbt sich das Ganze in ein Licht, für das Instagram erfunden wurde. Der Spaziergang bis zum Ende und zurück ist Pflichtprogramm – morgens, wenn die Promenade noch verschlafen ist, oder abends zum Sonnenuntergang. Direkt dahinter zieht sich die Strandpromenade an der Prachtstraße entlang: Cafés, Eisdielen, ein paar hübsche Boutiquen und immer wieder der Blick aufs Meer. Hier flanierst du, hier lässt du dich treiben, hier verstehst du, warum Menschen seit über hundert Jahren nach Binz kommen.

Die Bäderarchitektur der Wilhelmstraße

Wenn Binz eine Visitenkarte hätte, wäre sie schneeweiß, mit Balkonen, Türmchen und filigranen Holzschnitzereien. Die Bäderarchitektur aus der Kaiserzeit ist so gut erhalten, dass du dich zwischen den Villen ein bisschen wie in einer anderen Epoche fühlst. Besonders schön ist die Wilhelmstraße, die vom Ort zur Seebrücke führt und an der sich eine Prachtvilla an die nächste reiht. Nimm dir Zeit, schau nach oben, entdecke die Details – jedes Haus erzählt eine kleine Geschichte. Mein Tipp: Am frühen Morgen, wenn das Licht weich ist und die Straße noch leer, wirken die weißen Fassaden fast unwirklich elegant.

Kurpark, Kurhaus und die Konzertmuschel

Ein paar Schritte von der Promenade entfernt wird es grün und ruhig: Der Kurpark ist die perfekte Verschnaufpause, wenn dir nach Meer, Sonne und Menschen der Sinn nach Schatten steht. Alte Bäume, gepflegte Wege, hier und da eine Bank mit Aussicht – und im Sommer erklingt aus der Konzertmuschel oft Live-Musik. Das denkmalgeschützte Kurhaus mit seiner klassizistischen Fassade ist ein weiteres Schmuckstück und heute ein Hotel; ein Blick von außen lohnt sich allemal. Für mich ist diese Ecke der Beweis, dass Binz nicht nur Strand kann, sondern auch Muße.

Das Jagdschloss Granitz

Hoch über Binz, auf dem bewaldeten Tempelberg, thront das Jagdschloss Granitz – und ehrlich, es sieht aus wie aus einem Märchenbuch. Der zentrale Aussichtsturm belohnt dich nach 154 gusseisernen Stufen mit einem Rundumblick über Rügen, das Meer und die Boddenlandschaft, der jeden Muskelkater sofort vergessen lässt. Innen erwarten dich prunkvolle Säle und eine Ausstellung zur Jagdgeschichte. Der Weg hinauf führt durch schattigen Buchenwald und ist auch mit Kindern gut machbar; wer es gemütlich mag, nimmt die kleine Bimmelbahn oder wandert von der Granitz-Haltestelle des Rasenden Roland. Ein Ausflug, der Kultur, Aussicht und Natur in einem Rutsch abhakt.

Die besten Ausflugsziele rund um Binz

So schön Binz ist – die Insel Rügen hat rundherum noch einiges zu bieten, und die meisten Ziele erreichst du in unter einer Stunde. Wenn du also länger bleibst (und das solltest du), lohnt es sich, den Radius etwas zu vergrößern. Hier sind meine liebsten Ausflüge ab Binz.

Die Kreidefelsen und der Königsstuhl im Nationalpark Jasmund

Die weißen Kreidefelsen sind das Postkartenmotiv Rügens schlechthin – und in echt noch beeindruckender als auf jedem Foto. Im Nationalpark Jasmund, dem kleinsten Nationalpark Deutschlands, ragen sie bis zu 118 Meter steil aus dem Meer, gekrönt vom berühmten Königsstuhl. Ringsherum wächst ein uralter Buchenwald, der sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Am schönsten wanderst du den Hochuferweg entlang, mit ständig wechselnden Ausblicken über die Steilküste. Wer die Felsen von ihrer spektakulärsten Seite sehen will, nimmt eine Schiffstour und blickt vom Wasser aus hinauf – Gänsehaut garantiert. Plane einen halben bis ganzen Tag ein und feste Schuhe nicht vergessen.

Mit dem Rasenden Roland gemütlich durch den Süden

Wenn du eine Schwäche für nostalgische Bahnen hast, wirst du den Rasenden Roland lieben. Die historische Schmalspurbahn dampft seit über hundert Jahren zwischen Putbus, Binz, Sellin und Göhren hin und her, und ich behaupte: Kaum eine Anreise zum Nachbarort macht so viel Spaß. Die Fenster runter, der Duft von Kohle und Kiefernwald, das gemächliche Ruckeln – das ist Entschleunigung auf Schienen. Aktuelle Fahrpläne und Tickets findest du bei der Rügenschen Bäderbahn. Steig einfach mal ein, fahr bis Göhren und lass dich überraschen, wie viel Insel zwischen den Stationen liegt.

Prora: vom Koloss zum Hingucker

Nur wenige Kilometer nördlich von Binz liegt Prora, ein Ort mit ziemlich schwerer Geschichte und ziemlich spannender Gegenwart. Der über viereinhalb Kilometer lange Gebäudekomplex aus den 1930er-Jahren war einst als gigantisches Seebad geplant und ist heute teils saniert, teils Museum, teils moderne Ferienanlage. Ein Dokumentationszentrum erklärt die Geschichte einordnend und ehrlich – das ist kein reiner Sightseeing-Spaß, aber genau deshalb sehenswert. Davor liegt einer der schönsten und ruhigsten Strände der Gegend, perfekt, um nach dem Museumsbesuch den Kopf frei zu bekommen.

Sellin, Göhren und die Halbinsel Mönchgut

Rügens Süden ist ein einziges Seebad-Kleinod. In Sellin wartet die berühmte Seebrücke mit Tauchgondel und der prächtigen Wilhelmstraße, in Göhren ein breiter Nordstrand und die urige Halbinsel Mönchgut mit ihren reetgedeckten Häusern. Beide Orte erreichst du mit dem Rasenden Roland oder in wenigen Minuten mit dem Auto. Wenn du das echte, etwas ruhigere Inselleben schnuppern willst, ist ein Tag im Süden goldwert – und nebenbei siehst du, wie unterschiedlich Rügens Bäder trotz aller Familienähnlichkeit sind.

Vom Kutter auf den Teller: Binz zwischen Fischbrötchen und Sterneküche

So elegant die Bäderarchitektur ist, so bodenständig fängt Binz kulinarisch an: beim Fisch. Ein Besuch bei der Fischräucherei Jürgen Kuse gehört für viele Rügen-Urlauber zum Pflichtprogramm, denn hier gibt es keine Massenware, sondern echtes Küstenhandwerk. Wenn der Kutter morgens anlandet, wandert der Fang des Tages direkt ins Brötchen oder in den Räucherofen, und den frisch geräucherten Fisch isst du am besten gleich am Strand. Genau dieser unverfälschte Geschmack macht das mondäne Binz angenehm nahbar.

Ein paar Schritte weiter beginnt die andere Seite dieses Ortes, denn Binz hat eine erstaunlich ambitionierte Küche entwickelt, die bis auf Sterneniveau reicht. Unter dem Stichwort „Modern Coastal Cuisine” interpretieren Köche wie Ralf Haug die Schätze der Insel neu, von Wildkräutern bis zum Bodden-Zander, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen; sein Restaurant freustil ist mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Bodenständiger, aber mit dem gleichen Anspruch kocht die Strandhalle an der Strandpromenade, deren Motto fein-bürgerliche Küche zu klein-bürgerlichen Preisen verspricht und auf deren Karte Klassiker wie Ostseedorsch stehen. Dazwischen liegt alles, was ein Urlaubstag so braucht: Rügener Manufakturen für das Mitbringsel und der richtige Platz für den Sundowner an der Promenade. Die aktuellen Adressen und Geschichten dahinter bündelt das Ostseebad in seiner offiziellen Übersicht zur Kulinarik in Binz. Und wenn du wissen willst, woran du gute Küstenküche erkennst und was an der Ostsee wirklich Saison hat, wirf einen Blick in unseren ehrlichen Genuss-Guide zu Fischbrötchen und Küstenküche.

Binz nach Jahreszeit – was lohnt sich wann?

Binz ist keine Sommer-only-Angelegenheit, auch wenn Juli und August natürlich Hochsaison sind. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme, und je nachdem, was du suchst, kann sogar der November die bessere Wahl sein als der August. Hier mein ehrlicher Jahreszeiten-Check.

Frühling: Ruhe, frisches Grün und Vogelgezwitscher

Der Frühling ist Binz’ unterschätzte Geheimwaffe. Die Promenaden sind noch leer, die Preise angenehm, und die Insel explodiert förmlich in Grün. Perfekt für lange Radtouren, erste Strandspaziergänge und Wanderungen durch den noch stillen Buchenwald des Nationalparks. Baden ist meist noch zu frisch, aber dafür hast du die schönsten Fotospots ganz für dich. Wenn du Menschenmassen scheust, ist Mai dein Monat.

Sommer: Strandleben in Hochform

Im Sommer läuft Binz zur Höchstform auf: Wassertemperaturen bis etwa 20 Grad, ein voller, lebendiger Strand, Strandkörbe so weit das Auge reicht und abends Live-Musik in der Konzertmuschel. Jetzt lohnen sich Schiffstouren zu den Kreidefelsen, Sonnenuntergänge auf der Seebrücke und spontane Sprünge in die Ostsee. Der einzige Haken: Du bist nicht allein. Buche Unterkunft und Restaurant früh, komm morgens an den Strand, und du hast trotzdem deinen Platz an der Sonne.

Herbst: Sturmspaziergänge und goldenes Licht

Der Herbst ist meine persönliche Lieblingszeit auf Rügen. Das Licht wird golden, der Buchenwald leuchtet in Rot und Orange, und ein Sturmspaziergang am menschenleeren Strand macht den Kopf frei wie sonst nichts. Pack eine winddichte Jacke ein, gönn dir danach heiße Schokolade in einem der Cafés und genieß, dass du die Bäderarchitektur fast für dich allein hast. Wanderfans kommen jetzt voll auf ihre Kosten.

Winter: Bäderarchitektur im Schneemantel

Ja, auch im Winter hat Binz Reiz – und was für einen. Wenn Raureif oder Schnee die weißen Villen überzieht und die Seebrücke im Nebel verschwindet, wird der Ort fast poetisch. Viele Wellness- und Thalasso-Angebote haben jetzt Saison, die Restaurants sind kuschelig, und rund um die Feiertage ist die Bäderarchitektur festlich beleuchtet. Für alle, die Ruhe, Reizklima und ein bisschen Melancholie suchen, ist der Winter überraschend perfekt.

Binz bei Regen: Schlechtwetter kann was

Seien wir ehrlich: An der Ostsee regnet es auch mal, und zwar querbeet durch alle Jahreszeiten. Aber Panik ist unnötig, denn Binz und Umgebung haben genug zu bieten, um einen Regentag nicht nur zu überstehen, sondern richtig zu genießen. Ganz oben auf meiner Liste steht Wellness: Thalasso-Anwendungen, Sauna und Meerwasser-Behandlungen sind hier fast schon Ortstradition, und es gibt kaum etwas Schöneres, als bei Regen am Fenster zu liegen, während draußen die Wellen rollen. Wer es kulturell mag, fährt hoch zum Jagdschloss Granitz oder plant den Klassiker: einen Ausflug ins Ozeaneum nach Stralsund, das mit riesigen Aquarien und Ostsee-Schwarmfischen locker einen halben Tag füllt. Auch das Dokumentationszentrum in Prora ist ein guter Regentag-Tipp. Und wenn alles nichts hilft, tut es auch ein gemütliches Café, ein gutes Buch und ein Stück Kuchen mit Meerblick – manchmal ist genau das der beste Urlaubstag.

Für wen ist Binz das Richtige?

Binz ist erstaunlich vielseitig und funktioniert für ganz unterschiedliche Reisetypen. Hier meine ehrliche Einschätzung, damit du weißt, ob ihr zueinander passt.

Familien mit Kindern

Für Familien ist Binz nahezu ideal. Der Strand fällt flach ab, der Sand ist fein, und die Wege im Ort sind kurz und meist eben, also auch kinderwagentauglich. Es gibt Spielplätze, Eisdielen an jeder Ecke und mit dem Rasenden Roland eine Attraktion, die selbst Handy-Kinder von den Bildschirmen lockt. Ausflüge wie das Jagdschloss Granitz oder eine Schiffstour lassen sich gut mit kleinen Entdeckern machen. Kurz: Hier langweilt sich niemand, und die Eltern kommen trotzdem zur Ruhe.

Paare und Romantiker

Für Verliebte ist Binz fast schon zu kitschig – im allerbesten Sinne. Sonnenuntergänge auf der Seebrücke, ein Candle-Light-Dinner in einer der Bäder-Villen, Wellness zu zweit und lange Spaziergänge durch die stille Bäderarchitektur: Romantik-Programm ohne Ende. Besonders im Herbst und Winter, wenn es ruhiger und intimer wird, entfaltet der Ort seinen Charme. Nehmt euch bewusst Zeit, plant nicht zu viel, und lasst die Kulisse für euch arbeiten.

Alleinreisende und Ruhesuchende

Auch solo bist du in Binz bestens aufgehoben. Der Ort ist sicher, gut erschlossen und lädt zum Flanieren ein, ohne dass du dich verloren fühlst. Wandern im Nationalpark, Radeln entlang der Küste, ein Buch im Strandkorb oder ein Wellness-Tag ganz für dich: Binz ist ein wunderbarer Ort, um durchzuatmen und den Kopf zu sortieren. In der Nebensaison hast du viel Ruhe, in der Hauptsaison schnell Anschluss an nette Menschen am Strand oder im Café.

Praktische Tipps für deinen Binz-Besuch

Damit dein Ausflug rundläuft, hier noch ein paar handfeste Tipps aus der Praxis. Anreise: Am entspanntesten kommst du mit der Bahn bis zum Bahnhof Binz, von wo aus vieles fußläufig oder mit dem Rasenden Roland erreichbar ist – das spart dir die leidige Parkplatzsuche in der Hochsaison. Wer mit dem Auto kommt, fährt über die Rügenbrücke bei Stralsund und stellt den Wagen am besten in einem der Parkhäuser oder auf den ausgewiesenen Flächen ab; im Ortskern ist Parken begrenzt und kostenpflichtig. Wie in fast allen Ostseebädern wird eine Kurabgabe fällig, mit der du im Gegenzug oft vergünstigten oder freien Zugang zu Strand und einigen Angeboten bekommst – die Gästekarte gibt es meist direkt bei der Unterkunft. Wenn du länger bleiben und morgens einfach barfuß zum Strand laufen willst, lohnt sich eine eigene Ferienwohnung in Binz – deutlich gemütlicher als jedes Hotelzimmer und ideal für Familien. Und falls du deinen Rügen-Radius noch weiter ziehen möchtest, findest du auf dem offiziellen Tourismusportal der Insel Rügen jede Menge weiterer Ausflugsideen für die ganze Insel.

Häufige Fragen zu Binz

Was kann man in Binz bei schlechtem Wetter machen?

Regen ist in Binz kein Drama. Du kannst im Kurhaus oder in einer der Wellness- und Thalasso-Anlagen entspannen, durch die überdachten Passagen der Bäderarchitektur bummeln oder das Jagdschloss Granitz besichtigen. Ein Klassiker für graue Tage ist außerdem der Ausflug ins Ozeaneum nach Stralsund, das rund eine Stunde entfernt liegt und locker einen halben Tag füllt.

Was sind die Top-Sehenswürdigkeiten in Binz?

Die drei Dinge, die du gesehen haben musst, sind die 370 Meter lange Seebrücke, die schneeweiße Bäderarchitektur entlang der Wilhelmstraße und das Jagdschloss Granitz mit seinem Aussichtsturm. Dazu kommen der feine Sandstrand, die Kurpromenade und als großes Ausflugsziel die Kreidefelsen im nahen Nationalpark Jasmund.

Ist Binz für einen Urlaub mit Kindern geeignet?

Ja, sehr sogar. Der Strand fällt flach ins Wasser ab, der Sand ist fein, und die Wege im Ort sind kurz und meist eben. Es gibt Spielplätze, Strandkörbe zum Verstecken spielen und mit dem Rasenden Roland eine echte Dampf-Schmalspurbahn, die kleine wie große Kinderaugen zum Leuchten bringt. Ideal also für Familien.

Wie kommt man von Binz zu den Kreidefelsen?

Am bequemsten fährst du mit dem Auto oder Bus Richtung Sassnitz und weiter zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl, von wo du zu Fuß zur Aussichtsplattform gelangst. In der Saison lohnt sich auch eine Schiffstour, bei der du die Kreideküste vom Wasser aus siehst – das ist der spektakulärste Blick auf die weißen Felsen.

Wann ist die beste Reisezeit für Binz?

Für klassischen Strandurlaub eignen sich Juni bis September mit Wassertemperaturen bis etwa 20 Grad. Mai und der frühe Herbst punkten mit milden Temperaturen, leereren Promenaden und günstigeren Preisen – ideal für Rad- und Wandertouren. Und selbst der Winter hat Reiz: einsame Strandspaziergänge und die festlich beleuchtete Bäderarchitektur.

Wo isst man in Binz gut?

Binz reicht kulinarisch vom Fischbrötchen bis zur Sterneküche. Bodenständig und ehrlich wird es bei der Fischräucherei Jürgen Kuse, wo der Fang des Tages direkt vom Kutter ins Brötchen oder in den Räucherofen wandert; den frisch geräucherten Fisch isst man am besten gleich am Strand. Ganz oben steht das freustil von Ralf Haug mit einem Michelin-Stern, dazwischen liegt die Strandhalle an der Strandpromenade mit fein-bürgerlicher Küche und Klassikern wie Ostseedorsch. Ergänzt wird das von Cafés und Eisdielen an der Promenade sowie Rügener Manufakturen für Mitbringsel.

Fazit: Binz bleibt hängen

Binz ist dieser seltene Ort, der gleichzeitig elegant und entspannt sein kann, der Familien, Paare und Solo-Reisende glücklich macht und der bei Sonne wie bei Sturm funktioniert. Zwischen Seebrücke, Bäderarchitektur, Kreidefelsen und dem gemütlichen Rasenden Roland findest du in ein paar Tagen mehr Highlights, als in einen einzigen Urlaub passen – ein guter Grund, einfach wiederzukommen. Ob du nun der Typ für Sonnenuntergänge auf der Seebrücke bist oder für Sturmspaziergänge unter den Kreidefelsen: Binz hat für jede Stimmung das passende Kapitel.

Jetzt bist du dran: Warst du schon mal in Binz, und was ist dein absoluter Lieblingsplatz – Team Seebrücke oder Team Kreidefelsen? Hast du einen Geheimtipp, den ich hier unbedingt ergänzen sollte, oder eine Frage zur Anreise, den Jahreszeiten oder dem besten Café mit Meerblick? Schreib es mir in die Kommentare, ich lese jede Nachricht und freue mich riesig über deine eigenen Rügen-Geschichten. Und wenn dir der Guide gefallen hat, teil ihn gern mit deiner Reise-Crew.

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FeWo-NordOstsee Redaktion

Die Redaktion von FeWo-NordOstsee.de – regionale Küsten- und Reiseexperten für die deutsche Nord- und Ostseeküste. Wir schreiben aus eigener Ortskenntnis über Urlaubsorte, Strände, Ausflugsziele und praktische Reisetipps zwischen Sylt und Usedom.

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